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Donnerstag, 14. August 2008Die Sache mit dem Plop: StimmungsmacheTrackbacks
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Kommentare
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Danke, Harald, für diesen sehr ausführlichen und gut dokumentierten Artikel. Die Berichterstattung ist wirklich oft sehr einseitig und die Quellen sind meist nicht auf ihre Verbindungen mit dem jeweiligen "Lager" der Verschlusshersteller überprüft. Auch meine Erfahrung zeigt, dass man, bei entsprechender Inverstition in die Qualität der Korken (und die Preisunterschiede sind da ja erheblich), durchaus eine positive Bilanz ziehen kann. Auch hier ist eben Geiz nicht geil, sondern ein großer Risikofaktor.
Vor allem der Hinweis auf die Untersuchung der Agrarberatung Mosel ist interessant, ich hatte in der Vergangenheit auch ähnliche Informationen aus Frankreich gelesen, die texte aber leider nicht gespeichert. Bei Deinen Weinen ist mir übrigens gleich die gute Qualität der Korken aufgefallen - die des Weine entdecke ich ja auch bei jeder Flasche neu mit Vergnügen!
Hallo Harald,
Sehr schöne Darstellung, aber das eigentliche Problem liegt in der Aufklärungsrate Deutscher Weintrinker. Niko ist sehr gut mit der Familie Poppig befreundet (Berliner Weinführer) und die haben eine sehr TCA empfindliche Nase. Solange draussen immer noch der sehr große Vorurteil besteht: "Schraubverschluss ist was für Billigweine... Weine sind darunter eh nicht haltbar!" Solange müssen wir Aufklären !!! Auch wenn die Methoden manchmal etwas extrem sind. Und in den Medien ziehen Skandale und extreme Behauptungen mehr Leser bzw. Besucher an. Kurze Frage, hast du schon Paralellfüllungen deiner Weine unter verschiedenen Verschlüssen schon durchgeführt und verfolgt? Nur dadurch kann man den Kunden die Auswirkungen am eigenem Produkt erklären... Wir haben z.B. das Problem der langsameren Reifung, den Mangel an dezenter Korkvanille (positives Aroma um den Wein fülliger erscheinen zu lassen) . Aber dafür schmecken die Weine noch klarer in der Frucht... Und bei Veranstaltungen muß ich nicht jede Flasche vorverkosten... Herzliche Grüße und allzeit TCA freie Weine Patrick
Ich denke, das der Schrauber voll und ganz vom Verbraucher akzeptiert ist, auch für Spitzenqualitäten. Da wir im Hochwasserbereich der Mosel liegen, kommen für mich nur innenabdichtende Verschlüsse in Frage und der Plastikkork kommt wegen der Sauerstoffdurchlässigkeit und aus ökologischen Gründen überhaupt nicht in Frage. Daher sind auch Vergleiche zur Zeit ein wenig sinnlos.
Gruß Harald
Lieber Herr Steffens,
wenn Sie schon in Ihrer »Rettet-den-Kork«-Arie meinen Beitrag »Ausläufer durch Süße?« vom 6. August zitieren, sollten sie dies wenigstens korrekt tun und mir nicht unzulässigerweise Behauptungen unterschieben, die ich in der von ihnen dargestellten Weise gar nicht getätigt habe. Zum einen habe ich nämlich explizit ausgeführt, dass es für das von mir beschriebene Phänomen (noch) keine wissenschaftlich fundierte Erklärung zu geben scheint. Ihre mit der Verlinkung auf meinen Beitrag verbundene Aussage, die Naturwissenschaften würden hier »vergewaltigt« (die durchgestrichene Darstellung hebt dieses in diesem Zusammenhang völlig unangebrachte Wort eher noch hervor, als dass sie es negiert), ist daher so überflüssig wie ein Kropf. Zum anderen habe ich die von mir vermutete Kausalität als Frage — und somit als Denkanstoß — formuliert, nicht als Behauptung. Dass Sie dann gleich in Ihrem nächsten Satz von der Ausläufer- auf die Korkschmeckerproblematik umschwenken, ist leider nicht der einzige logische Bruch in Ihrer Argumentation. Wenn Sie von einer »Stimmungsmache« reden, so kann man Ihre Ausführungen mit Fug und Recht ebenfalls als eine solche, und zwar gegen die Kritiker des »Natur«-Korks, werten. Es bestreitet doch niemand, dass die Problematik sehr komplex ist. Exakt diesen Aspekt hervorzuheben, an anderer Stelle aber einen anderen derart zu simplifizieren, dass jeder südbayerische Bauernstammtisch in den Schatten gestellt wird, dürfte in der Diskussion nicht zu dem von Ihnen selbst angemahnten Mehr an Sachlichkeit führen. Wenn Sie von Kollegen sprechen, die »immer nur den billigsten Müll als Verschluss genommen« haben, und damit unterschwellig Ihren Lesern zu suggerieren versuchen, die betroffenen Winzer wären selbst an ihrem Unglück Schuld und hätten einfach mehr in ihre Korken investieren sollen, betreiben Sie billige Propaganda auf dem Rücken der Geschädigten. Ich könnte Ihnen sofort aus dem Stand heraus einen bekannten Winzer aus Ihrer Region nennen, der Ihnen sicher gerne seine Erfahrungen mit der teuren »Sonderedition« seines letzten Korklieferanten (seit dem Jahrgang 2004 verwendet er folgerichtig keinen »Natur«-Kork mehr) schildern wird. Dass Ihre Verteidigungsrede für das angebliche »Naturprodukt« (das schon wegen des verwendeten Gleitmittels auf Silikonbasis keines ist) bedauerlicherweise letztlich doch stärker von Ihren Emotionen als der inhaltlichen und sachlichen Auseinandersetzung geprägt ist, liegt wohl daran, wie heikel das Thema nicht nur aus Verbraucher-, sondern auch aus Winzersicht ist. Wenn Sie aber der Meinung sind, dass die »30% Korkgeschmack aus dem blauen Himmel gegriffen« wurden, sollten Sie wenigstens eine einzige seriöse Quelle angeben, die diese Behauptung mit korrekten Zahlen widerlegt. Allerdings — und hier sind wir wieder beim Thema des richtigen Wiedergebens — kenne ich niemanden, der die 30 Prozent so in den Raum gestellt hätte. Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus kann ich Ihnen jedoch bestätigen, dass zeitweise (seit dem großen Peak vor circa fünf Jahren ist die Korkschmeckerquote durch den verstärkten Druck auf die Lieferanten mehr oder weniger deutlich gesunken) bis zu 30 Prozent aller Flaschen beanstandungswürdig waren. Neben eindeutigem Korkgeschmack sind in dieser Quote jedoch auch andere Geschmacksbeeinträchtigungen, die im Zusammenhang mit dem »Natur«-Kork stehen, enthalten. Unter Beachtung sensorischer Schwellenwerte ergibt sich, dass die von Weintrinkern wahrgenommenen Mufftöne naturgemäß nur die Spitze des Eisbergs sein können. Mir als Weintrinker ist — gesundheitliche Unbedenklichkeit vorausgesetzt — im konkreten Fall völlig gleichgültig, durch welche chemische Substanz die Beeinträchtigung hervorgerufen wird. Unabhängig von sensorischen oder produktionsbedingten Schwellenwerten ist jede Flasche Wein, die durch einen schadhaften Verschluss ruiniert wird, eine zuviel. Als passionierter Weintrinker unterstütze ich daher, schon aus Respekt vor der Arbeit des Winzers und dem Natur-/Kulturprodukt Wein, jede Bemühung, die zu einer minimalen Ausfallquote führt. Die Frage des Verschlusssystems kann hier nur nachrangig sein. Dennoch bleibt festzustellen, dass der »Natur«-Kork seine letzte Chance offenbar längst verspielt hat. Der unverbesserliche und scheinromantische Hang vieler Konsumenten (die ich bewusst nicht als Weinfreunde titulieren möchte) zum »Natur«-Kork scheint mir ohnehin nur tiefenpsychologisch plausibel begründbar. Die »Sache mit dem Plopp«, der Öffnungsritus und die angebliche Ästhetik sind in meinen Augen lediglich Deckargumente für das weitere Festhalten an dem Phallussymbol aus Baumrinde. Mit freundlichen Grüßen Werner Elflein
Lieber Herr Elflein,
ich möchte Ihnen nur kurz antworten. Eine Ausführliche Antwort würde den Rahmen hier sicherlich sprengen. Es ging in meinem Artikel nicht um eine Rettet-die-Kork-Arie. Wie ich geschrieben habe, jedes Blatt hat zwei Seiten und beide Seiten sollten betrachtet werden. In meinem Blogeintrag habe ich nur Teilaspekte beleuchten können. Das von Ihnen beschriebene Phänomen des Osmotischen Druckes, welches Holzfässer bersten lässt, ist in der Fachwelt völlig unbekannt und daraus schließend, der Denkansatz des wegschrumpelns von Korken ebenso. Insbesondere sollte auch beachtet werden, das es sich um zwei verschiedene Flüssigkeiten und um zwei verschiedene Materialien handelt! Zum nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Osmose Sie schreiben selber, das bis zu 30% Geschmacksbeeinträchtigungen bei Kork vorhanden waren bzw. sind. Sie sollten besser den Artikel, bzw. die Links im Text lesen. Die 30% sind nicht aus der Luft gegriffen. Ich habe nur Niko zitiert! Aber ist das alles auf den Naturkork zurück zu führen, was alles so unter Korkgeschmack daher segelt? Alte gammelige Holzfässer oder Barrique? Mangelnde Hygiene? Unsauberes Lesegut? Extreme Vergärung? Das Problem ist, das alle Grau-, Fehl- und Mufftöne dem Verschluss in die Schuhe geschoben werden. Damit Sie sich ein genaues Bild von der wirklichen Belastung (analytisch! und nicht vermeintlich!) durch Korkgeschmack machen können: Der Spezialist unserer Agrarverwaltung gibt Ihnen sicherlich gerne Auskunft: Horst Rudy, DLR Mosel Dienstsitz Trier Tel.: 0651/9776-187 (Den entsprechenden Fachartikel habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.) Wie Sie schreiben, die Problematik des Weinflaschenverschlusses ist sehr komplex. Ich verwehre mich nur gegen die mediale Hexenjagd, die den einen Verschluss in den Weinhimmel hebt und den anderen ins Fegefeuer verdammt. Das ganze dann noch mit extremen Behauptungen und önologischem Laien- oder Halbwissen gespickt. Lieber Herr Elflein, ich habe mich inhaltlich und sachlich mit der Verschlusstechnologie der Weinflasche auseinandergesetzt. Das hat nichts mit Tiefenpsychologie, Scheinromantik oder irgendwelchen Öffnungsritualen und Ersatzphalli zu tun. Aus rationalen Gründen, unter Betrachtung unserer Gegebenheiten und Möglichkeiten, werden wir weiterhin den Naturkork verwenden. Grüße aus dem Rieslingland |
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Kommentare zu Weinrallye 17: Weine der letzten EU Beitrittsstaaten Mo, 17.11.2008 09:56 Na, das war doch schon eine in teressante Einführung in das T hema - vor allem die lautstark e Diskussion zwischen Do [...] zu Weinernte 2008: vorläufiges Resümee Mi, 05.11.2008 18:46 Na, da kann man sich ja auf de n neuen Jahrgang freuen. Aber erst mal warte ich jetzt wiede r auf den Nachschub des [...] zu Weinernte 2008: Wetterumschwung Mo, 27.10.2008 12:12 Rampicar hört sich gut an. Vie lleicht zur Millesime-Bio im J anuar, mal schauen... zu Weinernte 2008: Wetterumschwung Mo, 27.10.2008 11:55 Gute Idee, Harald -die berühmt e low-cost Gesellschaft kann mich sogar direkt von Montpell ier nach Hahn fliegen:-) [...] zu Weinernte 2008: Wetterumschwung So, 26.10.2008 19:05 Löhne zahlen wir auch in Natur alien aus! Ryanair fliegt dich von Carcassonne über London n ach Frankfurt/Hahn und i [...] zu Weinernte 2008: Wetterumschwung So, 26.10.2008 18:00 Schade, dass die Entfernung do ch zu groß ist, sonst wäre ich gerne mit Rebschehre und Eime r zur Hilfe geeilt, um v [...] zu Weinernte 2008: Qualitätsbestimmung Sa, 25.10.2008 14:50 Na ja, wir sind auch nicht auf leichte Schoppenweine unter 5 € spezialisiert ... da der Re st der Inhaltsstoffe sti [...] zu Weinernte 2008: Qualitätsbestimmung Sa, 25.10.2008 11:31 Solange man weiß, wo die Umrec hnungsformeln sind oder die üb lichen Tabellen zur Umrechnung zu finden sind ist das [...] zu Weinernte 2008: Qualitätsbestimmung Fr, 24.10.2008 23:51 Schade, dass es kein einheitli ches europäisches Maß gibt, ic h finde es immer kompliziert, das alles umzurechnen. S [...] zu Weinernte 2008: Ein schöner Tag Do, 23.10.2008 22:16 Neid!!!! Schade, das wir nich t zur Mannschaft gehört haben. In Kiel war auch wunderbares Wetter, nur ohne Weinber [...] zähleralt="Add to Technorati Favorites" /></a>
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